Erneute Bewerbung am Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“

Der Dorf- und Heimatverein Fremdiswalde hat sich auch in diesem Jahr , wie schon einmal im Jahr 2014, für den Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“, den das Sächsische Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft auslobt, beworben. Anfang Mai wurde der von Maritta Petzold und Jana Mundus ausgearbeitete Antrag abgeschickt und am Mittwoch, dem 12. Juli 2017 war es nun soweit, und die Kommission erschien hier im Dorfgemeinschaftshaus in Fremdiswalde.  10 Ortschaften nehmen an diesem Wettbewerb teil.
Bewertet werden die Kriterien:

  • Entwicklungskonzepte und wirtschaftliche Initiativen
  • Soziale und kulturelle Aktivitäten
  • Baugestaltung und Siedlungsentwicklung
  • Grüngestaltung und das Dorf in der Landschaft und das Gesamtbild
Unterstützung erhielten wir von der Stadt Grimma, vom Oberbürgermeister Matthias Berger und unserer Ortschafts- und Kreisrätin Ute Kniesche. Vom Verein waren anwesend: Jana Mundus – Vorsitzende des Heimatvereins, Karin Veik – Laienspielgruppe und Inge Mundus – Ortschronik.
Eine fünfköpfige Jury galt es nun von unserem schönen Fremdiswalde und von unseren gemeinsamen Aktivitäten zu überzeugen. Die Vorsitzende unseres Dorf- und Heimatvereins  Jana Mundus, die hier im Ort alle Fäden fest in der Hand hält, begrüßte alle anwesenden Gäste in unserem neu gestalteten Feierraum ganz herzlich und berichtete ausführlich von den Leistungen unseres Vereins bzw. unserer gesamten Dorfgemeinschaft. Karin Veik gab einen kleinen Einblick in die Entstehungsgeschichte und die Arbeit der Laienspielgruppe und Inge Mundus berichtete über den Verlauf und den jetzigen Stand der Ortschronik. Von den ca. 400 Einwohnern sind 63 Mitglied im Heimatverein. Zum Verein gehören die Alttechnikfreunde, der Faschingsclub, die Laienspielgruppe und die Dorfsternchen. Neu dazu gekommen ist noch eine Gruppe von 21 Kindern bis 14 Jahre, denn Nachwuchsarbeit wird bei uns groß geschrieben.
Frau Sommer, Leiterin der Stabsstelle für Wirtschaftsförderung/Kreisentwicklung im Landratsamt war sehr erfreut, denn von 2014 bis heute hat sich ja schon wieder sehr viel getan in unserem Dorfgemeinschaftshaus und auch im Ort selbst.
Jana Mundus informierte die Jury darüber, dass von den bei unseren tratitionellen Festen  erarbeiteten finanziellen Mitteln sowie Spenden unserer Gewerbetreibenden und Einwohnern ca. 7000,- Euro in die Hand genommen wurden, um Räumlichkeiten zu sanieren und unseren Dorfplatz zu verschönern. So wurde ein neuer Feierraum geschaffen, die Heimatstube neu gestaltet, ebenso das Wartezimmer und die Toilettenanlagen erneuert. Nach den Ausführungen von Jana Mundus machten wir einen Rundgang durch das Dorfgemeinschaftshaus und betrachteten eine von Carola John liebevoll gestaltete Fotoausstellung zu allen Aktivitäten unseres Vereins. Anschließend brachen wir auf zur Dorfbesichtigung. Unterstützt hat uns hierbei die Stadt Grimma mit einem kleinen Bus und der Oberbürgermeister Herr Berger mit seinem Auto, so dass wir nicht die ganze Strecke laufen mussten.
Der Großteich war die erste Station unserer Dorfbegehung in unserem „Klein Venedig“, denn so wird unser Fremdiswalde auch liebevoll genannt, weil durch den Ort die Launzige fließt und es viele Brücken gibt.
Der Oberbürgermeister verwies hier auf eine Besonderheit in Fremdiswalde: „Gegenwärtig erfolgen Maßnahmen zum Hochwasserschutz an der Launzige, die gleichzeitig eine Aufwertung der Gewässerökologie bewirken“. Das ist sehr wichtig, da Fremdiswalde sich fast 5 Kilometer entlang des Bachlaufes mit vielen kleinen Brücken zieht. Unser Dorf gehört zu den längsten Dörfern Sachsens. Vom Großteich fuhren wir dann zum Mühlteich und zum Spielplatz. Auch am Mühlteich wird es Veränderungen geben, dazu machte Herr Berger einige Ausführungen. Im Kindergarten wurden wir schon sehnsüchtig erwartet, denn die Kinder hatten gemeinsam mit einigen Zumba-Mädels ein kleines Programm eingeübt, was sie uns dann freudestrahlend vorführten. In der Bäckerei Schaaf erzählte Bäckermeister Gunter etwas vom alten und heutigem Bäckerhandwerk und lobte die gute Zusammenarbeit aller hier im Ort. Seine Frau Monika reichte uns leckeren Kuchen, und frisch gestärkt ging es dann weiter zur Feuerwehr. Hier konnte Wehrleiter Maik Hammer über die Arbeit der Feuerwehr und das Miteinander im Dorf berichten. Von der Feuerwehr fuhren wir weiter ins Unterdorf und schauten uns das Haus der Familie Grimm an, was nach einem schlimmen Brand ziemlich arg zerstört war. Durch eine riesige Welle an Hilfe und Spenden jeglicher Art durch viele Leute im Ort konnte die Familie das Haus wieder aufbauen und kann heute wieder glücklich sein. Hierbei wurde ganz besonders der große Zusammenhalt deutlich und auch das stetige Miteinander in unserem Fremdiswalde. Danach besichtigten wir nochmal den Bachlauf der Launzige, die Bushaltestelle und die Ortseingangstafel, die von fleißigen Handwerkern des Ortes und von Spenden errichtet wurde. Unsere letzte Besichtigungsstelle war der Schicketanzhof, größter Betrieb und Arbeitgeber im Ort. Bernd Schicketanz erzählte einiges Wissenswerte über den Betrieb und auch er brachte nochmal zum Ausdruck, dass das Miteinander in unserem Ort beispielhaft ist. Es wurden noch lecker belegte Brötchen serviert und unsere Bewerbung zum Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ war damit beendet.
Wir hoffen, dass wir an allen Stationen der Jury sichtbar zeigen konnten, dass in Fremdiswalde nicht jeder für sich lebt, sondern gemeinsam etwas auf die Beine gestellt wird.
Danke an alle, die uns unterstützt haben, und jetzt bleibt uns nur zu hoffen, das unser Verein zur Auswertung am 20. Oktober mit dabei ist und einen der vorderen Plätze belegt.
Wir wünschen uns weiterhin ein so gutes Miteinander und freuen uns auf weitere schöne gemeinsame Erlebnisse in unserem Fremdiswalde.
Viele Grüße
Inge Mundus
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